Schüssler SalzeSchüßer Salze Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898), der Begründer der biochemischen Therapie, wurde in Bad Zwischenahn geboren. Sein Medizinstudium, das er erst im Alter von 30 Jahren begann, absolvierte er in verschiedenen Städten und promovierte schließlich in Gießen. 1858 erlangte W. H. Schüßler die Erlaubnis zur Niederlassung als homöopathischer Arzt. Dr. Schüßler war auf der Suche nach einer überschaubaren Heilmethode. Aus diesem Grund distanzierte er sich von der Homöopathie, denn er wollte eine Therapie schaffen, die auch dem medizinischen Laien zugänglich ist, damit dieser sich wirkungsvoll und selbst schnell helfen kann. Die Forschungen der Wissenschaftler Jacob Moleschott, Rudolf Virchow und Justus von Liebig bildeten die Grundlage für Schüßlers Lebenswerk, die Biochemie. Anhand seiner Forschungen stellte er 12 anorganische Sustanzen zusammen, die er selbst Funktionsmittel nennt. Schüßlers Therapie basiert letztlich darauf, dass er davon ausging, die meisten Krankheiten seien auf eine Störung des Mineralhaushalts zurückzuführen. Hierbei bezieht er sich auf Mangelerscheinungen innerhalb der Zelle und Störungen der Molekülbewegung. Aufgrund seiner homöopathischen Grundlage kommt Schüßler zu dem Schluss, seine Substanzen zu potenzieren, da diese intensiver und spezifischer wirken als Grobstoffliche. Durch die potenzierten Funktionsmittel wird im Organismus der Reiz ausgelöst, fehlende Minerale wieder selbst aus der Nahrung aufzunehmen. In der 25. Auflage seines Werks „Eine Abgekürzte Therapie“ gibt Dr. Schüßler Hinweise auf die Wahl der geeigneten Potenzen. Üblicherweise wählt der die Potenz D6 und für die schwerer löslichen Salze die Potenz D12. Anfangs arbeitete Schüßler mit seinen 12 entwickelten Funktionsmitteln. Später verwendete er lediglich nur 11 seiner Mittel, da er der gemeinsamen Gabe von Nr. 9 (Natrium phosphoricum) und Nr. 11 (Silicea) die gleiche Wirksamkeit wie Nr. 12 (Calcium sulfuricum) zuschrieb. Seine Nachfolger hingegen setzten Calcium sulfuricum wieder in ihren Therapien ein. Nach Schüßlers Tod wurden weitere Mineralsalze entdeckt, die als Ergänzungsmittel bezeichnet werden. Anfangs wurden 12 Ergänzungsmittel hinzugefügt, inzwischen sind drei weitere hinzugekommen. Die Vertreter der klassischen Schüßler-Therapie sind der Ansicht, dass die 12 Funktionsmittel ausreichend seien. Andere Therapeuten hingegen möchten auf die Ergänzungsmittel nicht mehr verzichten. Dr. Kurt Hickethier (1891–1958), ein Schüler Schüßlers, ist der Begründer der biochemischen Antlitzdiagnose, auch Sonnerschau genannt. Nach Dr. Schüßlers Tod führte er sie weiter und verfeinerte die Schüssler Salze. Die Antlitzdiagnose basiert darauf, dass jeder Mangel seine Spuren hinterlässt. So sind z.B. die Würfelfalten am Auge ein typisches Charakteristika für einen Mangel an Calcium fluoratum. Die orale Einnahme der Schüßler Salze erfolgt in der Regel in Form von Tabletten, ebenso werden Globuli und Tropfen angeboten. Die eingenommenen Funktionsmittel sollten möglichst im Mund zergehen, da die Wirkstoffe über die Schleimhäute absorbiert werden. Auch eine äußerliche Anwendung der Mineralsalze, als Salbe oder Gel, ist möglich. Die 12 biochemischen Salze: Nr. 1 Calcium fluoratum Nr. 2 Calcium phosphoricum Nr. 3 Ferrum Phosphoricum Nr. 4 Kalium chloratum Nr. 5 Kalium phosphoricum Nr. 6 Kalium sulfuricum Nr. 7 Magnesium phosphoricum Nr. 8 Natrium chloratum Nr. 9 Natrium phosphoricum Nr. 10 Natrium sulfuricum Nr. 11 Silicea Nr. 12 Calcium sulfuricum
Die Ergänzungsmittel: Nr. 13 Kalium arsenicosum Nr. 14 Kalium bromatum Nr. 15 Kalium jodatum Nr. 16 Lithium chloratum Nr. 17. Manganum sulfuricum Nr. 18 Calcium sulfuratum Nr. 19 Cuprum arsenicosum Nr. 20 Kalium-Aluminium sulfuricum Nr. 21 Zincum chloratum Nr. 22 Calcium carbonicum Nr. 23 Natrium bicarbonicum Nr. 24 Arsenum jodatum
Die neuen Ergänzungsmittel: Nr. 25 Aurum muriaticum natronatum Nr. 26 Selenium Nr. 27 Kalium bicromicum |